Familienfreundlicher Verkehr im Vauban

Verein für auto-
freies Wohnen e.V.

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Familienfreundlicher Verkehr im Vauban

Querung der Wiesentalstraße und andere gefährliche Stellen im Vauban

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

nachdem von Ihren MitarbeiterInnen in den letzten Monaten erfreulicherweise einige Maßnahmen an der Wiesentalstraße durchgeführt wurden, haben wir im AK Verkehr kürzlich darüber gesprochen, wie die Mitglieder die dortige Situation nun einschätzen. Außerdem möchten wir noch zwei Probleme ansprechen, die uns auch schon länger Sorgen machen.

Zur Situation an der Wiesentalstraße:

Hierzu begrüßen wir die durchgeführten Maßnahmen, besonders die Aufhebung von Auto-Stellplätzen, die zu eindeutig mehr Übersichtlichkeit geführt hat, die Aufhebung der Rad-wegebenutzungspflicht, die nun die Wahl zwischen einer Nutzung der Fahrbahn und der Fuß-/Radwege ermöglicht, und viele RadlerInnen aus der "Illegalität" holt, sowie die Einführung von Tempo 30 zumindest zeitweise und für einen Teilbereich der Wiesentalstraße.

Wie sich dies alles auf das Verhalten der FußgängerInnen und RadlerInnen in diesem Bereich ausgewirkt, wollen wir in Kürze mit einer erneuten Zählung untersuchen und Ihnen dann mitteilen.

Allerdings zeigen sich schon heute auch die Schwächen dieser vorläufigen Lösung:

  • Das Geschwindigkeitsverhalten der AutofahrerInnen hat sich noch nicht merklich verändert. Außer der Aufstellung der Schilder sollten also dringend Maßnahmen zur Durchsetzung von Tempo 30 getroffen werden wie Verengungen der Fahrbahn oder am besten ein "Blitzer".
  •  Mit diesem Geschwindigkeitsverhalten hängt auch eng zusammen, dass sich die Radle-rInnen, die auf den schmalen Abbiegestreifen auf das Linksabbiegen in Clara-Immerwahr- und Oltmannsstraße warten, dort keineswegs sicher fühlen, da die Autos – besonders im ersten Fall – zum Schneiden der leichten Kurve neigen. Wenn hier keine dicken Beton-Poller zum Schutz aufgestellt werden können, sollte doch der Einbau von den schmaleren Kunststoff-Abgrenzungen wie in der Eschholzstraße an der ‚Schwarzwaldmilch, (siehe Foto) erwogen werden. Dies würde sicherlich auch mit zur Anpassung der Geschwindigkeiten beitragen.
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  • Die Übersichtlichkeit wurde wieder dadurch verringert, dass inzwischen zwei Stellplätze wieder eingerichtet wurden. Dies können wir nicht nachvollziehen, zumal sie natürlich sofort wieder genutzt wurden und werden.
    Gerne sind wir bereit, die genannten Punkte bei einem weiteren Gespräch mit Ihnen oder Ihren MitarbeiterInnen zu diskutieren.

Auf jeden Fall bleibt es sehr wichtig, dass die im letzten Jahr vorgelegte – und von uns sehr positiv eingeschätzte – Planung für diesen kritischen Bereich im Rahmen des nächsten Doppelhaushaltes umgesetzt wird.


Einmündung Rahel-Varnhagen-Straße/Vaubanallee:

Hier kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen besonders für RadlerInnen, die aus der Rahel-Varnhagen-Straße kommend in Richtung Westen in die Vaubanallee einbiegen möchten. Denn die meisten AutofahrerInnen nehmen offensichtlich nicht wahr, dass an dieser Einmündung „rechts vor links“ gilt. Dazu trägt besonders bei, dass

  • die Einmündung durch das Betonmäuerchen an der Südseite der Vaubanalle verdeckt wird,
  • sehr häufig auf der Fläche neben der ‚Buchhandlung Vauban‘ geparkte Autos zusätzlich die Sicht nehmen,
  • kein Straßennamenschild auf die Einmündung hinweist und
  • viele AutofahrerInnen mit Blick auf die Ampel an der Merzhauser Straße hier schon einmal beschleunigen.

Deshalb halten wir es für dringend geboten, dass diese Ecke entschärft wird. Dazu bieten sich aus unserer Sicht verschiedene Maßnahmen an:

  • besonders das Aufbringen einer unterbrochenen weißen Linie quer über die südliche Fahrspur der Vaubanallee (Beispiel siehe Foto)
  • in Kombination mit einem großen davor auf der Fahrbahn aufgebrachten Verkehrszeichen 102
  • auch ein Straßennamenschild könnte zur Sichtbarkeit der Einmündung beitragen

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Stadtbahn-Haltestelle Paula-Modersohn-Platz:

Zu gefährlichen Situationen kommt es auch immer wieder im östlichen Bereich der Stadtbahn-Haltestelle Paula-Modersohn-Platz, wenn gerade eine Bahn aus der Innenstadt angekommen ist und Fahrgäste hinter der Bahn vorbei in Richtung REWE gehen, und gleichzeitig die Stadtbahn stadteinwärts gerade startet. Daran denken leider viele nicht und drohen, unter die Stadtbahn-Räder zu kommen.

Hier wäre es ein deutlicher Gewinn an Sicherheit, wenn dort zwischen den Gleisen in ausreichender Länge ein Geländer aufgestellt werden könnte, das das Überqueren der Gleise erst einige Meter weiter östlich ermöglicht.

Wir bitten darum, dies zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Für den AK Verkehr im Vauban
Hannes Linck


P.S. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass es sehr sinnvoll wäre, an der Wiesentalstraße, wo ja erfreulicherweise die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben wurde, wieder Hinweisschilder auf diese veränderte Situation aufzustellen.

Denn leider muss man, wenn man nun auf der Fahrbahn mit dem Rad fährt, immer wieder ertragen, dass man von Autofahrern angehupt oder sogar "pädagogisch" geschnitten wird, um einen wieder von der Fahrbahn zu vertreiben. Zur Unklarheit für die Autofahrer trägt sicher auch bei, dass an vielen Stellen deutliche Radweg-Markierungen zu sehen sind, die teilweise sogar erst kürzlich erneuert wurden.

Bitte tragen Sie wirksam dazu bei, dass die geschilderten gefährlichen Situationen verhindert werden.

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